Adventszauber-Erlös unterstützt Artenschutz in Grenzach-Wyhlen
Das Team des Grenzach-Wyhlener Adventszaubers spendet 1.000 Euro an den Imkerverein, um die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina) zu bekämpfen. Die stimmungsvolle Veranstaltung rund um die Kirche hat seit jeher einen gemeinnützigen Charakter. In diesem Jahr fließt der Erlös in ein akutes Naturschutzthema: den Schutz heimischer Bestäuber.
Die Asiatische Hornisse breitet sich rasant aus und bedroht die Artenvielfalt massiv. Da sie in Deutschland inzwischen als „etabliert“ gilt, hat sich der Bund aus der aktiven Bekämpfung zurückgezogen. Die Verantwortung liegt bei Ländern, Kommunen und lokalen Akteuren. Die Meldeplattform der LUBW ist im Herbst oft überlastet, viele Nester werden spät oder ungenau lokalisiert. In Grenzach-Wyhlen stieg die Zahl der Funde von drei (2024) auf 13 (2025); für das laufende Jahr rechnen Experten mit über 30 Nestern. Mehr Informationen zur Asiatischen Hornisse finden sie auf unserer Homepage.
Besonders betroffen sind Honig- und Wildbienen. „Bienenstöcke wirken wie ein Drive-in für Hornissen“, erklärt Arno Schülke, Nestentferner und Vorsitzender des Imkervereins. Die Räuber fangen Bienen vor dem Flugloch ab und schwächen die Völker erheblich, was die Bestäubungsleistung bedroht.
Die Spende von 1.000 Euro dient als Grundstock für eine Teleskoplanze, mit der Nester in großer Höhe sicher entfernt werden können. Insgesamt werden rund 5000 Euro für die Ausrüstung benötigt, weshalb der Verein um weitere Unterstützung bittet.
Ab März beginnt die Saison der asiatischen Hornisse. Jedes entdeckte Primärnest in Haus und Garten sollte gemeldet werden. Es darf erst nach Bestätigung durch die Meldestelle entfernt werden, um Schäden bei geschützten Wespen zu vermeiden. Entfernte Primärnester vermeiden die höheren Kosten und Aufwand zur Entfernung der Sekundärnester im Herbst. Ihr Einsatz hilft hier, den Schutz der heimischen Insekten in Grenzach-Wyhlen zu stärken.

